Ärzte Zeitung, 19.12.2008

Die Debatte zur Spätabtreibung - Auszüge aus den Bundestagsreden:

Es darf keinen Automatismus geben!

Es darf keinen Automatismus geben!

Johannes Singhammer (CSU), Familienpolitischer Sprecher i

Foto: CSU

Vor elf Jahren wurde das Schicksal des Oldenburger Babys Tim bekannt. In diesem Grenzbereich muss Politik nun entscheiden. Wir wollen Frauen in einer Notlage nachhaltig helfen. Wir müssen behindertes Leben besser schützen.

Daher muss der Automatismus zwischen Diagnose und Abbruch vermieden werden. Es darf keinen Rechtfertigungszwang für Eltern geben, die sich für ein Kind mit Behinderung entscheiden, warum sie das Kind nicht verhindert haben. Eltern müssen schon vor der Geburt wichtige Informationen über das Leben mit behinderten Kindern bekommen. Es ergibt sich für die Frau ein Beratungsrecht und für den Arzt eine Beratungspflicht.

Das Beratungsrecht der Frau soll keine neue Last sein, sondern ein Recht, das auch abgelehnt werden kann. Die dreitägige Beratungszeit soll Mut machen und Informationen bieten.

Lesen Sie dazu auch den Gastkommentar:
Dr. Frank-Ulrich Montgomery: Es geht um Hilfe für Frauen

Lesen Sie dazu auch:
Mehr Beratung der Frau: ja! Aber ist auch Zwang nötig?
Spätabtreibung - welche Beratung braucht eine Frau, die ein behindertes Kind erwartet?
Was Parlamentarier trennt und eint
Abtreibungsrecht - was derzeit gilt

Die Debatte zur Spätabtreibung - Auszüge aus den Bundestagsreden:
Wir sind gegen die Beratungspflicht
Es geht um umfassende Hilfe
Die Beratung soll ergebnisoffen sein
Frauen sollen auch "Nein" sagen können
Ist jede Untersuchung wirklich nötig?
Mehr Unterstützung statt mehr Druck

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