Ärzte Zeitung, 19.12.2008

Die Debatte zur Spätabtreibung - Auszüge aus den Bundestagsreden:

Frauen sollen auch "Nein" sagen können

Frauen sollen auch "Nein" sagen können

Christel Humme (SPD), stellvertretende Fraktionsvorsitzende

Foto: SPD-Fraktion

Ja, Spätabbrüche sind schrecklich und am schrecklichsten ist es für die betroffenen Frauen. In dieser Situation entscheidet sich niemand leichtfertig für einen Abbruch. Sie sollten keine gesetzlichen Änderungen vornehmen, die das Frauen unterstellt. Wir setzen die Frauen mit gesetzlichen Regelungen unter Druck.

Die Bedenkfrist von drei Tagen ist völlig willkürlich. Der technische Fortschritt bietet viele Möglichkeiten, der zum verunsichernden Untersuchungsmarathon wird. Hier setzen wir an: Wir wollen die Qualität der Beratung vor und nach den Untersuchungen verbessern.

Damit geben wir den Paaren die notwendige Bedenkzeit, die wesentlich länger ist als drei Tage. Mit den Beratungen geben wir den Frauen den Informationshintergrund, auch einmal "Nein" zu Untersuchungen zu sagen. Wir müssen darüber nachdenken, wir wir das Leben mit behinderten Kindern verbessern können.

Lesen Sie dazu auch den Gastkommentar:
Dr. Frank-Ulrich Montgomery: Es geht um Hilfe für Frauen

Lesen Sie dazu auch:
Mehr Beratung der Frau: ja! Aber ist auch Zwang nötig?
Spätabtreibung - welche Beratung braucht eine Frau, die ein behindertes Kind erwartet?
Was Parlamentarier trennt und eint
Abtreibungsrecht - was derzeit gilt

Die Debatte zur Spätabtreibung - Auszüge aus den Bundestagsreden:
Wir sind gegen die Beratungspflicht
Es geht um umfassende Hilfe
Es darf keinen Automatismus geben!
Die Beratung soll ergebnisoffen sein
Ist jede Untersuchung wirklich nötig?
Mehr Unterstützung statt mehr Druck

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