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Ärzte Zeitung, 13.01.2009

Kommentar

Wo sind die Milliarden?

Von Wolfgang van den Bergh

Der seit Wochen andauernde Streit in Bayern um eine angemessene Vergütung ärztlicher Leistungen zeigt einmal mehr, dass sich die Fehler einer unzulänglichen Honorarverteilung von heute auf morgen nicht beseitigen lassen. Mit diesem Problem steht Bayern nicht alleine da. Die über Jahre zum Teil selbst verschuldete Misere tritt jetzt, wo es um bundesweite Orientierungspunktwerte und individuelle Regelleistungsvolumen geht, offen zu Tage.

Immer häufiger wird die Frage gestellt, wohin gehen die Millionen und Milliarden, die der ambulanten Versorgung in diesem Jahr zusätzlich zur Verfügung gestellt werden? Selbst Bayerns KV-Chef räumt ein, dass es im laufenden Quartal für fachärztliche Leistungen und Sachkosten knapp 530 Millionen Euro gibt - das sind im Vergleich zum Vorjahresquartal über vier Prozent mehr.

Wenn jetzt einzelne Facharztgruppen Honorareinbußen bis zu 30 Prozent befürchten, dann ist etwas faul. In dieser Situation den Streit auf dem Rücken der Patienten auszutragen - Stichwort Kostenübernahmeerklärungen - geht zu weit. Verbände und KVen sind in der Pflicht, nicht nur das Honorarverteilungsproblem in den Griff zu bekommen, sondern durch intelligente Zusatzverträge mehr Honorar zu generieren.

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