Ärzte Zeitung, 09.02.2009

Ärzteverbände mischen im Wahlkampf mit

Parteien sollen mit Mangelversorgung und Unterfinanzierung konfrontiert werden

BERLIN (HL). Die Allianz deutscher Ärzteverbände will sich aktiv in die bevorstehenden Wahlkämpfe einmischen und die Bürger über die "Folgen der bisherigen zentralistischen Rationierungspolitik aufklären und verantwortliche Politiker damit konfrontieren".

In der Gesundheitspolitik müsse nun ein Richtungswechsel stattfinden, fordert die Allianz. Ihr gehören der Internistenverband, der Bundesverband der Ärztegenossenschaften, die Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände, der Hartmannbund, Medi und der NAV an.

Als Richtungswechsel definieren die Verbände, dass Grundsatzfragen wie die nachhaltige Finanzierung des Gesundheitswesens und die Sicherung des medizinischen Fortschritts beantwortet werden. Für Patienten müsse das Recht auf eine individuelle, am medizinischen Fortschritt orientierte Behandlung und Betreuung gesichert werden.

Im einzelnen setzen sich die Verbände dafür ein, dass die wohnortnahe ambulante Behandlung mit freier Arztwahl erhalten bleibt. Notwendig sei eine bedarfsgerechte, regionalisierte Struktur der Versorgung. Zum Schutz des individuellen Arzt-Patienten-Verhältnisses müsse die Freiberuflichkeit der Ärzte erhalten bleiben. Statt staatlich initiierten Preisdumpings sei eine angemessene Honorierung notwendig. Die Honorarabrechnung müsse transparent gemacht werden, darum sei Kostenerstattung notwendig.

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