Ärzte Zeitung, 02.03.2009

KBV setzt auf Proteste im Wahljahr

BERLIN (eb). Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat für das Wahljahr 2009 flächendeckende Proteste angekündigt, um damit ihre Honorarforderungen durchzusetzen. Das gehe aus einer Präsentation von Dr. Andreas Köhler hervor, die der KBV-Chef bei einem Treffen von KBV und Facharztverbänden vorgestellt habe, schreibt die "Süddeutschen Zeitung".

Die KBV will in mehreren Schritten vorgehen und droht mit einer maximalen Eskalation vor der Bundestagswahl im September. Die Aktionen reichen von Wartelisten, über den Dienst nach Vorschrift, bis hin zu Rücktritten der KV-Vorstandschefs und flächendecken Praxisschließungen.

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Andreas Köhler (1251)
[02.03.2009, 14:33:59]
Dr. Stefan Funk 
Was Herr Köhler nicht gesagt hat:
Er meint damit, dass die KBV gegen unseren Widerstand protestieren wird. Die KBV wird dann keine Verhandlungen für die Ärzte mehr führen. Sie wird jeden Vorschlag der Kassen kritiklos übernehmen und uns anschließend mitteilen, dass mehr leider nicht drin war.
Sie wird sich aber in noch nie dagewesener Form jedem Versuch der Entbürokratisierung entgegenstellen und neben dem Qualitätsmanagement auch eine Teilnahme der Vertragsärzteschaft an Physikum und Staatsexamen, die jährlich als Revalidierung durchzuführen sind, durchsetzen.
Es kann nicht sein, dass die KBV für ihre hervorragende "Arbeit" ständig von den Leuten kritisiert werden, die ihre monströsen Gehälter finanziert. Wer da noch Zeit zum Schreiben von Leserbriefen findet, der ist nicht genug ausgelastet und schreit nach weiterer Beschäftigung.
Herr Köhler ! Überspringen Sie mal die ganzen Eskalationsschritte bis zu Ihrem Rücktritt. Es wäre Ihr erster wirklicher Erfolg im Sinne derer, die Sie angeblich vertreten.
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