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Ärzte Zeitung, 05.08.2009

Jede zweite Frau über 50 Jahre geht in Berlin zum Mamma-Screening

Das Mammografie-Screening zur Früherkennung von Brustkrebs wird von den Teilnehmerinnen nach Einschätzung der Initiatoren gut angenommen.

BERLIN (ami). Das belegt eine erste Auswertung des in Berlin vor drei Jahren gestarteten Programms. In Berlin wurden inzwischen alle anspruchsberechtigten 437 000 Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zu der Untersuchung im Rahmen des Mammografie-Screening-Programms eingeladen, einige von ihnen bereits zum zweiten Mal. Die Teilnahmequote liegt bislang bei rund 50 Prozent. "Dies ist für den Anfang ein gutes Ergebnis", so der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Mammografie-Screening Berlin, Axel Wald. Er appellierte nochmals an alle Frauen, die Chance zur Früherkennung zu nutzen. Die Arbeitsgemeinschaft verweist bezüglich der Akzeptanz der Untersuchung auf eine Studie des Bundesgesundheitsministeriums.

Demnach gaben 90 Prozent der Teilnehmerinnen an, dass sie bei der nächsten Einladung wieder am Screening teilnehmen würden und 89 Prozent sagten, sie würden das Screening anderen Frauen weiterempfehlen.

Auch die bisherigen Ergebnisse in Berlin wertet Wald als Erfolg. "Rund 80 Prozent aller Brustkrebserkrankungen konnten in einem so frühen Stadium entdeckt werden, dass der Tumor noch nicht tastbar war und keine Symptome gezeigt hat", sagte er. Zudem würden die bislang vorliegenden Daten die hohe Qualität des Programms belegen.

Sämtliche Vorgaben, die auf Grundlage der EU-Richtlinien für das deutsche Screening-Programm festgelegt worden sind, seien in Berlin erfüllt, so Dr. Lisa Regitz-Jedermann, Leiterin des Referenzzentrums Mammografie Berlin. So liegt die Brustkrebsentdeckungsrate nach Angaben der Expertin mit 9,5 von 1000 untersuchten Frauen überdurchschnittlich hoch. Die EU-Richtlinie fordert eine Entdeckungsrate von 7,5 von 1000 untersuchten Frauen.

"Wir hoffen natürlich, dass diese positiven Ergebnisse auch dazu beitragen, dass zukünftig noch mehr Frauen das Angebot zur Früherkennung nutzen", so Regitz-Jedermann.

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