Ärzte Zeitung, 31.05.2010

Klinikärzte sind kein bisschen streikmüde

NEU-ISENBURG (chb/cben). Die Ärzte an den kommunalen Kliniken in vielen Bundesländern setzen auch in der dritten Woche ihre Streiks und Protestaktionen fort.

So sind für den 1.Juni in Sindelfingen eine Protestkundgebung und eine Demonstration geplant, zu der nach Angaben des Marburger Bundes Baden-Württemberg bis zu 500 Teilnehmer erwartet werden. Im Laufe der Woche sind weitere Kundgebungen und Aktionen unter anderem in Karlsruhe, Mannheim und Heilbronn geplant. Am Klinikum Stuttgart verkaufen Ärzte Waffeln zum Preis von 1,28 Euro. Das ist der Betrag, den sie als Zuschlag im Nachtdienst erhalten.

Natalie Schlick, Rechtsanwältin beim MB in Baden-Württemberg machte deutlich, dass die Ärzte so lange weiterstreiken werden, bis sich die Arbeitgeber bewegen. Für den kommenden Montag plant der Marburger Bund eine zentrale Protestveranstaltung in Frankfurt am Main.

Unterdessen hat der vdek-Landesvertretng Bremen die Länder für die Streiks an den Kliniken verantwortlich gemacht. Wenn die Krankenhausärzte in diesen Tagen streiken, liege die Ursache nicht in einer mangelnden Finanzierung durch die Krankenkassen, so der Verband. "Das Problem liegt wesentlich in einem bundesweiten Investitionsstau von 30 bis 50 Milliarden Euro, verursacht durch mangelnde Förderung der zuständigen Landesregierungen", so die vdek-Landesvertretng Bremen.

An welchen Kliniken gestreikt wird, zeigt unser Streikatlas

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Obamacare bleibt!

Blamage für US-Präsident Donald Trump: In letzter Minute zogen die Republikaner die Abstimmung über die geplante Gesundheitsreform zurück. Gerade auch, weil die Zustimmung aus den eigenen Reihen fehlte. mehr »