Ärzte Zeitung, 17.03.2011

Krankenhäuser fühlen sich über Gebühr belastet

BERLIN (sun). Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) aufgefordert, die finanziellen Belastungen für Kliniken zu mindern.

Bereits jetzt sei absehbar, dass Röslers Kostendämpfungspolitik Kliniken mehr aufbürdeten, als geplant, monierte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Dr. Rudolf Kösters anlässlich des DKG-Frühlingempfangs am Dienstag in Berlin. "Wir werden unseren Beitrag zur Sanierung der gesetzlichen Krankenversicherung übererfüllen", prognostizierte er.

Durch das geplante Klinikhygienegesetz kämen auf die etwa 2100 Krankenhäuser weitere zusätzliche finanzielle Belastungen zu. Schließlich müssten Kliniken künftig mehr Personal einstellen. "Die Finanzhilfen der Politik werden aber nicht gerecht verteilt", so Kösters. Für niedergelassene Ärzte sei eine neue Gebührenziffer geplant, Kliniken hingegen sollten dafür kein zusätzliches Geld erhalten (wir berichteten).

Um die zusätzlichen Anforderungen an Kliniken zu erfüllen, brauche es zudem "vernünftige Übergangsregelungen". Im Sommer und Herbst stünden erneut Tarifverhandlungen für Ärzte in kommunalen Krankenhäusern und Unikliniken an.

Rösler erteilte der Forderung nach mehr Geld eine klare Absage: "Ich kann den Krankenhäusern keine zusätzlichen Wünsche erfüllen." Auch wenn die Prognose für die gesetzliche Krankenversicherung gut sei. Es müsse gemeinsames Interesse sein, Infektionen zu vermeiden. Schließlich könnten Kliniken dadurch sogar Geld einsparen.

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