Ärzte Zeitung, 07.02.2012

Kommentar

Wer soll die Berliner verstehen?

Von Angela Mißlbeck

Recht oder Unrecht - mit Blick auf den Vorstand der KV Berlin interessiert diese Frage bald nur noch am Rande. Die ganze Geschichte um die Auszahlung von 549 000 Euro, die eigentlich als Übergangsgeld bei Wiederaufnahme der Praxistätigkeit gedacht waren, wirft jede Menge anderer Fragen auf.

Wie kommt der Vorstand auf die Idee, dass ihm das Geld zusteht, obwohl er im Amt bleibt? Warum hat der Vorsitzende der Vertreterversammlung die Auszahlung der Gelder veranlasst? Warum hat die Vertreterversammlung der Auszahlung nachträglich zugestimmt? Warum kam die Rücktrittsforderung aus der Vertreterversammlung gegen den Vorstand erst jetzt? Und warum nur gegen die Vorsitzende und nicht gegen die anderen beiden Vorstandsmitglieder?

Alle bisherigen Antworten auf diese Fragen bleiben unbefriedigend.

Auch die Gesundheitsverwaltung muss sich Fragen gefallen lassen: Warum hat sie bei der ersten Prüfung der neuen Dienstverträge die fraglichen Regelungen "übersehen" und nichts beanstandet?

Warum schickt sie jetzt ein Beratungsschreiben statt eines verpflichtenden Bescheids? Bei allen Fragen steht eines fest: Unbeschadet wird die Ärzteschaft aus dieser Geschichte nicht hervorgehen.

Lesen Sie dazu auch:
Umstrittene Prämie: Behörde macht Druck auf KV-Vorstand

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[07.02.2012, 22:06:28]
Dr. Fritz Gorzny 
Machtmensch
Der Einzige , der mir aus diesem Beliner Triumvirat bekannt ist, ist der ehemalige Vorsitzende des BVA Kraffel, der im Gegensatz zu seinem rechtschaffenen Amtsvorgänder und leiblichen Vater schon zu damaligen Zeiten durch Selbstgefälligkéit und unreflektierten Eigenmächtigkeit auffiel. Ich hoffe, daß es dem Senat gelingt derartige Selbstbereicherungen zu stoppen und auch die evtl. zur Entscheidung berufenen Gerichte dem folgen.
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