Samstag, 25. Oktober 2014
Ärzte Zeitung, 18.03.2012

Kommentar

Mehr Anreize - mehr Investitionen

Von Anno Fricke

Das Versorgungsstrukturgesetz hat richtige Akzente gesetzt. Es gibt mehr Geld für Landärzte, ihre Arbeitsbedingungen sollen entrümpelt werden. Aber reicht das schon?

Vielleicht brauchen die KVen sogar noch mehr Spielräume, um dem Ärztemangel vor allem auf dem Land zu begegnen. Die jetzt vorgelegten Zahlen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung, einer Stiftung der KVen, belegen, dass selbst hohe Einkommensunterschiede zugunsten der Landärzte nicht ausreichen, um Ärzten das flache Land schmackhaft zu machen.

27 Euro netto verdient demnach der Landarzt pro Stunde, 24 Euro der Arzt in der Stadt. Für die Politiker muss dies ein Alarmsignal sein.

Dies gilt auch für den Rückgang der Investitionen in den Praxen, der nicht nur darauf zurückgeführt werden kann, dass ältere Praxisinhaber für neues Gerät nicht mehr so tief in die Tasche greifen wollen.

Wenn die Ärzte beginnen, Investitionen vor sich her zu schieben, ist dies ein Indiz dafür, dass ihnen dafür zu wenig Geld übrig bleibt.

Die Patienten haben einen Anspruch auf eine Versorgung auf dem Stand des medizinisch-technischen Fortschritts. Die Investitionstätigkeit sollte schleunigst reanimiert werden.

Lesen Sie dazu auch:
KBV kritisiert Zwangsrabatt bei Honoraren

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Ebola-Patient am UKE: Heilende Therapie - mit Überraschungen

Nach der Behandlung am Hamburger UKE ist ein Ebola-Patient als geheilt entlassen worden. Jetzt haben die Ärzte Details zur Krankengeschichte und der erfolgreichen Therapie verraten. Sie sehen in der Behandlung einen Präzedenzfall. mehr »

Neuinfektionen: Ebola erreicht New York und Mali

Ebola breitet sich aus: Erstmals sind Fälle in New York und Mali aufgetreten. Der erkrankte Arzt in den USA liegt auf einer Isolierstation - aber hat er das Virus vorher schon weitergegeben? mehr »

Hygiene-Mängel: Chef der Mannheimer Uniklinik räumt seinen Stuhl

Haare, Knochensplitter, tote Fliege im OP: Zu den Hygieneverstößen an der Mannheimer Uniklinik sind neue Details bekannt geworden. Einem Medienbericht zufolge sollen die Mitarbeiter auf die Mängel hingewiesen haben - doch geändert hat sich nichts. Der Geschäftsführer tritt ab, die Klinik will das Vertrauen der Patienten zurückgewinnen. mehr »