Ärzte Zeitung online, 10.07.2012

Montgomery wünscht schärfere Sanktionen

BERLIN (cw). Ärztekammerpräsident Dr. Frank Ulrich Montgomery tritt dem Eindruck entgegen, das jüngste Urteil des Bundesgerichtshofs zur Amtsträgerschaft von Ärzten stelle den Kollegen einen Persilschein zur Vorteilsnahme aus.

In einem Leserbrief, den das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner Ausgabe vom 9. Juli veröffentlicht, kritisiert er, dessen Beitrag "Ärzte dürfen weiterhin Schmiergeld kassieren", erwecke den Eindruck, "man dürfe Ärzte jetzt mit Geschenken zu einer Änderung ihres Verordnungsverhaltens animieren".

Montgomery verweist in diesem Zusammenhang nachdrücklich auf die ärztliche Berufsordnung: "Diese verbietet eindeutig die Annahme von Geschenken. Sie wird berufsrechtlich sanktioniert und kann zu empfindlichen Strafen führen".

Weiter heißt es, die Ärztekammer wünsche sich diesbezüglich "sogar eine Verschärfung des Ermittlungs- und Sanktionsinstrumentariums".

Die Freude über das BGH-Urteil habe lediglich der Anerkennung des Patient-Arzt-Verhältnisses gegolten, das beschädigt worden wäre, hätte man den Arzt in strafrechtlichem Sinne zum Sachwalter der Kassen erklärt, so Montgomery weiter.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »