Ärzte Zeitung, 09.07.2013

Ärztestatistik

Zahl der Niedergelassenen sinkt

BERLIN. Die Zahl niedergelassener Ärzte ist in einen sanften Sinkflug übergegangen.

Im vergangenen Jahr betrieben 123.213 Ärztinnen und Ärzte eigene Haus- und Facharztpraxen. Das waren 799 Praxisinhaber oder 0,6 Prozent weniger als 2011. Das geht aus dem Tätigkeitsbericht der Bundesärztekammer (BÄK) hervor.

Dennoch ist die Zahl ambulant tätiger Ärzte 2012 leicht gestiegen. Das liegt an der wachsenden Zahl angestellter Ärzte im ambulanten Bereich. Die ist nämlich im Berichtszeitraum binnen Jahresfrist um 2002 Ärzte auf 20.845 angestiegen.

Für Ärztepräsident Professor Frank Ulrich Montgomery ist der Zuwachs an ambulant arbeitenden Ärzten kein Grund zur Entwarnung. Der Ärztemangel bestehe fort, sagte Montgomery am Montag der "Ärzte Zeitung".

Mehr Ärzte über 60 Jahre

Dies lasse sich an der demografischen Entwicklung innerhalb der Ärzteschaft ablesen. Laut Bericht ist der Anteil der unter 40-Jährigen Niedergelassenen weiter gesunken, und zwar von 3,6 Prozent im Jahre 2011 auf 3,2 Prozent.

Gleichzeitig ist der Anteil der mindestens 60-Jährigen von 25,1 Prozent auf 27,3 Prozent gestiegen.

Zudem arbeite die nachwachsende Ärztegeneration weniger Stunden und achte auf eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sagte Montgomery.

Insgesamt sind 459.000 Ärzte in Deutschland registriert. 348.000 davon sind berufstätig, darunter 154.600 Frauen. (af)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »