Ärzte Zeitung, 16.04.2015

KV Brandenburg

Enttäuschung über fehlende Politprominenz

POTSDAM. Über 60 potenzielle Existenzgründer, Praxisabgeber und Ärzte haben vor Kurzem den Existenzgründertag der KV Brandenburg besucht.

Enttäuscht waren die Organisatoren nur von der Landesregierung. Das Gesundheitsministerium hatte seine Teilnahme kurzfristig abgesagt, obwohl in der Vergangenheit immer ein Vertreter die Veranstaltung besucht hatte.

KV-Vize Andreas Schwark bedauerte den Bruch mit der Tradition. "Denn wir Niedergelassenen sind es, die die medizinische Versorgung wohnortnah und qualitativ hochwertig sicherstellen", so Schwark. Er betonte, dass Brandenburg Mediziner benötige, die sich "mit viel Engagement den ärztlichen Herausforderungen in der ganzen fachlichen Bandbreite stellen".

Die ambulante medizinische Versorgung habe nichts mit der "medizinischen Fließbandarbeit" des Klinikalltags zu tun. Eine ausgewogene Work-Life-Balance, etwa in Berufsausübungsgemeinschaften oder den KV-RegioMed-Einrichtungen, sei durchaus möglich.

Schwark: "Gerade für junge Mediziner bietet die eigene Praxis die besten Möglichkeiten, Beruf und Familie in einen lebenswerten Einklang zu bringen." (juk)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Ärzte können künftig Medizinalhanf verordnen

Nach jahrelanger Debatte regelt das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu. Krankenkassen müssen künftig die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »