Ärzte Zeitung, 11.05.2015

118. Deutscher Ärztetag

Gröhe soll sich zur GOÄ äußern

FRANKFURT/MAIN. Kurz vor dem Beginn des 118. Deutschen Ärztetages in Frankfurt hat der Präsident der Bundesärztekammer, Professor Frank Ulrich Montgomery, beim Thema GOÄ eine klare Erwartung an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) formuliert.

"Ich bin mir sicher, dass er in seiner Rede in der Paulskirche auf das Thema eingehen wird", sagte Montgomery in einer Pressekonferenz am Freitag in Frankfurt.

Am Dienstag startet der Ärztetag in der Frankfurter Paulskirche unter anderem mit einer Rede von Gröhe. Die Beratungen zu einer Novelle der GOÄ seien auf einem guten Weg. "Alle Vorgänger von Gröhe haben bei einer modernen GOÄ versagt", so Montgomery.

Das Thema GOÄ soll von den Delegierten wohl diskutiert werden. Auch werden die Delegierten über die derzeit aktuellen Gesetzentwürfe debattieren - wie zum Beispiel den Referentenentwurf für das Krankenhaus-Strukturgesetz. "Da ist noch viel verbesserbar", kommentierte Montgomery.

Auch am Versorgungsstärkungs-Gesetz seien Verbesserungen nötig. "Wir sehen weiter den massiven Abbau der Freiberuflichkeit." Lobende Worte fand der BÄK-Präsident dagegen für den kürzlich vorgelegten Entwurf zum Hospiz- und Palliativgesetz.

Nicht nur die deutsche, auch eine internationale Perspektive soll in Frankfurt diskutiert werden. Bei der Bekämpfung von Ebola "haben wir alle zu spät reagiert", so Montgomery. Auch sollen Ärzte aus der Ukraine berichten, wie sie mit der Krise im Land umgehen.

Die Stimmung in der Ärzteschaft bezeichnete er als gut. Zwar gebe es derzeit "Gewitterwolken über der KBV", allerdings hoffe er, "dass sich nach einem reinigenden Gewitter die Vertreterversammlung wieder einigen lässt". (bee)

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