Ärzte Zeitung, 20.11.2015

Ministerkonferenz

Entschädigung für Opfer in Psychiatrien

ERFURT. Kinder und Jugendliche, die vor 1990 in Behindertenheimen und Psychiatrien zur Arbeit gezwungen oder misshandelt wurden, sollen künftig ähnlich wie Heimkinder entschädigt werden. Darauf verständigten sich die Arbeits- und Sozialminister der Länder bei ihrem zweitägigen Treffen in Erfurt.

Es werde eine einmalige Pauschale von 9000 Euro geben, sagte Thüringens Ressortchefin Heike Werner (Linke) am Donnerstag. Menschen, die in den Einrichtungen arbeiten mussten, bekämen zusätzlich bis zu 5000 Euro. Die Anträge können ab 2016 gestellt werden.

Anders als bei den traumatisierten ehemaligen Heimkindern werde es keinen Fonds geben, sondern eine Stiftung, erläuterte die Ministerin. Die Gelder sollen nach ihren Worten zu jeweils einem Drittel von Bund, Ländern und den Kirchen kommen.

Die Länderminister gehen von bundesweit 90.000 Betroffenen aus. Sie rechnen damit, dass lediglich jeder Zehnte von ihnen einen Antrag stellen wird. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

"Digitalisierung lässt sich nicht klein hoffen"

Die Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten, die Ärzte sollten sich daher aktiv daran beteiligen, appellierte der Blogger Sascha Lobo auf dem Ärztetag. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Massive Technik-Pannen behindern Ärztetag

Nicht einsehbare Anträge, verschobene Abstimmungen: Technische Probleme machen Delegierten und Journalisten gestern unmd heute auf dem Ärztetag arg zu schaffen. mehr »