Ärzte Zeitung, 03.08.2016

Saarland

IT-Problem bremst Ärzte bei Abrechnung

SAARBRÜCKEN. Ein Computer-Problem hat im Saarland dazu geführt, dass rund 100 Vertragsärzte ihre jüngste Quartalsabrechnung nicht wie sonst üblich online an die KV übermitteln konnten.

Das hat der KV-Vorsitzende Dr. Gunter Hauptmann berichtet. "Die Kollegen konnten ausnahmsweise wie früher ihre Abrechnung per Stick bei der KV vorbeibringen", berichtete er, "und zwar ohne Zusatzkosten".

Ursache für das Computerproblem war nach KV-Angaben vermutlich ein Router-Upgrade der Firma Telemed. Das Unternehmen teilte der "Ärzte Zeitung" schriftlich mit, man habe den Praxen bereits beginnend im letzten Quartal 2015 ein Upgrade-Tool zur Verfügung gestellt, das in der Praxis installiert werden musste.

"Die Praxen wurden insgesamt sechsmal über die Notwendigkeit der Installation des Upgrade-Tools informiert, da sonst die Abrechnung gefährdet sei", erklärte Unternehmenssprecher Jürgen Veit. Wer das ignoriert habe, habe kurzfristig das Tool installieren müssen, um mit der KV abrechnen zu können.

Ärzte hatten sich außerdem beklagt, dass sie mit ihren Fragen allein gelassen und die Hotline von Telemed nicht zu erreichen gewesen sei. "Aufgrund der Zahl der Ärzte, die das Tool verspätet eingespielt haben, kam es zu einer Häufung von Anfragen", so Pressesprecher Veit. Inzwischen habe sich die Erreichbarkeit wieder normalisiert.

Das Computerproblem hat in der KV Saarland eine neue Diskussion über den Zwang zur Online-Abrechnung ausgelöst. Der Völklinger Nervenarzt und Sprecher der "Freien Ärzte" in der KV-Vertreterversammlung, Dr. Thomas Kajdi, sprach sich für das Ende des Online-Zwangs aus. "Jeder soll abrechnen können, wie er will", forderte Kajdi, und zwar regelhaft ohne Zusatzkosten. (kin)

[03.08.2016, 13:15:09]
Dr. Henning Fischer 
unfaßbarer Schwachsinn: wegen 100 KB Abrechnungsdaten alle 3 Monate

Router und Onlinezwang. Die Übertragung dauert keine Sekunde!

Wie will K(B)V diesen höchstgradigen Nonsens begründen?
Wieviel Geld ist dafür von wo nach wo geflossen?
Wie blöde müssen Kassenärzte sein, um sich das gefallen zu lassen?

Oder ist es nur ein Test: wer sich das gefallen läßt wird wohl auch nichts gegen Online-Stammdatenabgleich und Kontrolle durch die Krankensparkassen haben?

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