Ärzte Zeitung online, 15.10.2013

Großbritannien

Ärzte warnen vor Dr. Google

Immer mehr britische Patienten ziehen Informationen aus dem Internet einem Arztbesuch vor. Ärzteverbände schlagen Alarm. Denn so zögern Patienten auch den Therapiebeginn hinaus - mit teils schwerwiegenden Folgen.

Von Arndt Striegler

Ärzte warnen vor Dr. Google

Krank im Bett? Viele Briten suchen lieber Informationen im Internet als zum Arzt zu gehen.

© somenski / fotolia.com

Dr. Google ist kein Ersatz für den guten alten Hausarzt und die hausärztliche Konsultation. Doch in Großbritannien scheint sich diese Binsenweisheit noch immer nicht herum gesprochen zu haben.

Jedenfalls deuten neue Studien darauf hin, dass immer mehr Patienten im Königreich anstatt in die Hausarztpraxis zu gehen lieber im Internet nach Gesundheitsinformationen surfen. Das Internet ersetzt den Arztbesuch.

Eine aktuelle Untersuchung der Organisation "The Information Standard" (TIS) zeigt, wie beliebt die Selbstdiagnose bei britischen Patienten inzwischen geworden ist. Vier von zehn Patienten gaben zu, Hausarztbesuche "bewusst auf die lange Bank zu schieben".

Jeder zweite Zögerliche surft stattdessen lieber im Internet nach Gesundheitsinformationen. Das geschieht laut TIS oftmals in der Hoffnung, sich den Arztbesuch ganz sparen zu können. TIS befragte 1500 Patienten.

Damit ist klar, dass Dr. Google für Millionen Patienten in Großbritannien inzwischen zum Ersatz für den eigenen Hausarzt avanciert ist.

Welche Gefahren sich daraus für Patienten und Hausärzte ergeben, erfahren Sie, wenn Sie diesen Text in unserer App-Ausgabe vom 15.10.2013 weiterlesen.

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[15.10.2013, 14:37:05]
Rudolf Hege 
Dr. Google hat Zeit. Der Hausarzt auch?
Ich bin ja nur ein blöder Heilpraktiker, aber eine der Hauptklagen meiner Patientin ist, dass sie sich vom Hausarzt (oder anderen Ärzten) oft einfach nicht ernst genommen fühlen. "Der hört mir doch gar nicht zu", ist eine häufige Klage.

Das ist nicht nur fatal für die Arzt-Patienten-Beziehung, sondern auch für die Diagnose. Die Patienten geben oft wichtige Hinweise - wenn auch in ihren Worten und vielleicht mit Umschreibungen und Ausschweifungen. Viele Untersuchungen und Therapieversuche wären unnötig, wenn man sich die Zeit nähme und einfach mal zuhören würde. Und dann vielleicht auch noch in Zusammenhängen denken würde.

Dr.Google "hört" zu und ist geduldig, auch nach der 10 Frage. zum Beitrag »

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