Ärzte Zeitung, 15.10.2009

AOK will Honorare kappen

Gesundheitsweiser: Fonds wird nicht geplündert

BERLIN (ble). Der AOK-Bundesverband hat die künftige Bundesregierung aufgefordert, die Honorare der Ärzte wieder an die Entwicklung der Grundlohnsumme zu koppeln. "Alle Kostensteigerungen bei den Leistungsausgaben", so AOK-Bundesvize Jürgen Graalmann, "sollen dazu - befristet bis 2013 - an die Wachstumsraten der deutschen Wirtschaft gebunden werden." Er sprach sich damit für ein Aussetzen der mit der Gesundheitsreform 2007 eingeführten Anbindung der Ärztehonorare an die Morbiditätsentwicklung aus.

Der Gesundheitsweise Gerd Glaeske widersprach unterdessen Medienberichten, wonach der Gesundheitsfonds wegen der Systematik des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs ausgeplündert wird. Hierfür bräuchten die Kassen die Ärzteschaft. Dass diese massenhaft mitmache, sehe er nicht.

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