Ärzte Zeitung, 19.05.2011

Kassen müssen Rollstühle für Sport nicht zahlen

KASSEL (mwo). Die gesetzlichen Krankenkassen sind für Mobilität zuständig, nicht mehr aber für Sport. Mit dieser Begründung hat das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel die Klage eines zwölfjährigen Jungen auf einen Sportrollstuhl abgewiesen.

Der Junge spielt Rollstuhlbasketball in Rheinland-Pfalz. Die erste Mannschaft seines Vereins mischt sogar in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga mit. Das Argument, der Sport fördere seine Integration, begrüßten die obersten Sozialrichter.

Allerdings seien die Kassen nur für die Mobilität in der Wohnung und deren näherem Umfeld zuständig. Integration sei Sache der Sozialhilfe, so die Kasseler Richter. Deren Leistungen sind allerdings einkommensabhängig.

Az.: B 3 KR 10/10 R

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (16119)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »