Ärzte Zeitung, 26.09.2012

Morbi-RSA

BMG rechtfertigt Reform-Stopp

Der Morbi-RSA muss reformiert werden - darin sind sich Kassen und Ökonomen einig. Bloß bei dem Wie gibt es Streit. Jüngst hatte das BMG die Reform getoppt - und rechtfertigt sich nun mit einem Verweis auf den Spitzenverband der Kassen.

Kassenausgleich: BMG rechtfertigt Stopp der Reform

Ein Goldschatz weckt Begehrlichkeiten - ähnlich geht es dem Gesundheitsfonds.

© Plusphoto / imago

BERLIN (fst). Das Bundesgesundheitsministerium hat in einem Bericht an den Gesundheitsausschuss sein Vorgehen bei der Reform des Finanzausgleichs der Kassen (Morbi-RSA) verteidigt.

Die Stellungnahmen von Verbänden und Krankenkassen zu einer möglichen Reform zeigten "kein einheitliches Bild", heißt es in einer Vorlage, die am Mittwoch im Gesundheitsausschuss präsentiert wurde.

Ende August hatte ein BMG-Schreiben an den Chef des Bundesversicherungsamtes (BVA), Maximilian Gaßner, für Aussehen gesorgt.

In ruppigem Ton ("hiermit weise ich Sie an") wurde Gaßner aufgefordert, keine grundlegenden Änderungen am Algorithmus vorzunehmen, der maßgeblich die Geldverteilung zwischen den Kassen bestimmt.

Streitpunkt ist dabei, wie finanziell mit "unvollständigen Versichertenepisoden" umgegangen wird. Das BVA hatte Ende Juli in einem Regelungsentwurf vorgeschlagen, die Berechnung der Zuweisungen für im Jahresverlauf gestorbene Versicherte anders zu berechnen als bisher.

Rund 400 Millionen Euro wären GKV-weit umverteilt worden, das AOK-System galt als Gewinner einer Neuregelung.

BMG-Staatssekretärin Ulrike Flach spielt in ihrem Bericht den Ball an den GKV-Spitzenverband zurück: Dieser habe selber darauf verwiesen, dass auch weitere Themen wie die Standardisierung von Krankengeldausgaben und die Berücksichtigung von Auslandsversicherten auf die Agenda einer Morbi-RSA-Reform gehörten.

Wie die Leistungsausgaben für Gestorbene berechnet werden, müsse "im Gesamtzusammenhang mit anderen Maßnahmen" diskutiert werden, schreibt Flach weiter.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »