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Ärzte Zeitung online, 20.08.2015

Kassen-Finanzen

Auch AOKen in den Miesen

Im ersten Quartal 2015 noch einen Überschuss erzielt, jetzt im Minus: Die Finanzsituation der AOKen hat sich dramatisch verschlechtert.

NEU-ISENBURG. Das AOK-System ist in die Miesen gerutscht: Nach dem zweiten Quartal 2015 steht bei den AOKen ingesamt ein Verlust von rund 110 Millionen Euro zu Buche. Das bestätigte der AOK-Bundesverband der "Ärzte Zeitung".

In den ersten drei Monaten 2015 hatten die AOKen noch einen Überschuss von 36 Millionen Euro erzielt. BKKen, IKKen und Ersatzkassen schrieben schon im ersten Quartal 2015 rote Zahlen. (eb)

Mehr dazu in unserer neuen App-Ausgabe ab 18 Uhr.

[21.08.2015, 13:10:07]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Korrektur: Diesen dümmlichen Unfug hat die AOK jedes Jahr auf ihrem USB-Stick!
Wir hören jedes Jahr dieselbe Leier von den notleidenden, krisengeschüttelten Altherren-Chören der Gesetzlichen Krankenkassen! Muss man befürchten, dass die Privatvillen der Vorstandsmitglieder zwangsversteigert werden? Sollen die GKV-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter nur noch von Wasser und Brot leben?

Wer dies glaubt, ist nicht ganz dicht! Selbst betriebs- und volkswirtschaftliche Laien können berechnen, dass die ersten beiden Quartale im Jahr mit 6 Monatsbeiträgen an Renten und Krankenversicherungsabgaben w e n i g e r bringen, als die Quartale 3 und 4 mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Dies entspricht im 2. Halbjahr etwa 7 Monatsbeiträgen für die GKV-Kassen und damit einem Plus von knapp 16,7 Prozent an Mehreinnahmen.

Doch diese banale und seit Jahrzehnten bestätigte Erkenntnis ist offensichtlich an den PR- und Kommunikations-Stabsstellen nicht nur der AOK vorbeigerauscht. Selbst Martin Litsch, Interims-Vorstand und Nachfolger von Jürgen Graalmann beim AOK-Bundesverband, ist diese Betrachtungsweise völlig entgangen.

Und dabei sitzt die GKV auf milliardenschweren Reserven: Im März 2015 hatten die Kassen ein Finanzpolster von rund 15,5 Milliarden Euro. Rücklagen des Gesundheitsfonds lagen Ende März noch bei 9,8 Milliarden Euro.

Wer rechnen kann, ist übrigens klar im Vorteil: Im Jahr 2011 lagen die Ausgaben der AOK bei rund 68,3 Milliarden Euro (Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/181764/umfrage/ausgaben-der-gesetzlichen-krankenkassen/). Davon betragen die jetzt beklagten und beweinten 110 Millionen Euro Verlust bei der AOK gerade mal 0,16 Prozent der gesamten Jahresausgaben von 2011.

Werbeausgaben der AOK sind dagegen wohl "peanuts": Mindestens bis Ende 2017 unterstützt die AOK als Hauptsponsor den Deutschen Handballbund (DHB). Zu sehen ist das grüne Logo auf der Brust der Männer-Nationalmannschaft. Der Deal, der eine Option auf Verlängerung beinhaltet, soll dem Verband jährlich zwischen 700.000 und einer Million Euro einbringen – je nach sportlichem Erfolg.
Quelle: http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/nachricht-detail/gkv-ausgaben-die-werbedeals-der-krankenkassen/?tx_ttnews%5BsViewPointer%5D=1

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »
[21.08.2015, 08:27:55]
Dr. Henning Fischer 
die Miesen sind wohl eher IN der AOK, insbesondere im Management

kommen mit ihrer Lügenpropaganda aber meistens durch.

Stellungnahme der KBV??????
 zum Beitrag »
[20.08.2015, 22:04:54]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Diesen dümmliche Unfug hat die AOK jedes Jahr auf ihrem USB-Stick!
Wir hören jedes Jahr dieselbe Leier von den notleidenden, krisengeschüttelten Altherren-Chören der Gesetzlichen Krankenkassen! Muss man befürchten, dass die Privatvillen der Vorstandsmitglieder zwangsversteigert werden? Sollen die GKV-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter nur noch von Wasser und Brot leben?

Wer dies glaubt, ist nicht ganz dicht! Selbst betriebs- und volkswirtschaftliche Laien können berechnen, dass die ersten beiden Quartale im Jahr mit 6 Monatsbeiträgen an Renten und Krankenversicherungsabgaben w e n i g e r bringen, als die Quartale 3 und 4 mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Dies entspricht im 2. Halbjahr etwa 7 Monatsbeiträgen für die GKV-Kassen und damit einem Plus von knapp 16,7 Prozent an Mehreinnahmen.

Doch diese banale und seit Jahrzehnten bestätigte Erkenntnis ist offensichtlich an den PR- und Kommunikations-Stabsstellen nicht nur der AOK vorbeigerauscht. Selbst Martin Litsch, Interims-Vorstand und Nachfolger von Jürgen Graalmann beim AOK-Bundesverband, ist diese Betrachtungsweise völlig entgangen.

Und dabei sitzt die GKV auf milliardenschweren Reserven: Im März 2015 hatten die Kassen ein Finanzpolster von rund 15,5 Milliarden Euro. Rücklagen des Gesundheitsfonds lagen Ende März noch bei 9,8 Milliarden Euro.

Wer rechnen kann, ist übrigens klar im Vorteil: Im Jahr 2011 lagen die Ausgaben der AOK bei rund 68,3 Milliarden Euro (Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/181764/umfrage/ausgaben-der-gesetzlichen-krankenkassen/). Davon betragen die jetzt beklagten und beweinten 110 Millionen Euro Verlust bei der AOK gerade mal 0,16 Prozent der gesamten Jahresausgaben von 2011.

Werbeausgaben der AOK sind dagegen wohl "peanuts": Mindestens bis Ende 2017 unterstützt die AOK als Hauptsponsor den Deutschen Handballbund (DHB). Zu sehen ist das grüne Logo auf der Brust der Männer-Nationalmannschaft. Der Deal, der eine Option auf Verlängerung beinhaltet, soll dem Verband jährlich zwischen 700.000 und einer Million Euro einbringen – je nach sportlichem Erfolg.
Quelle: http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/nachricht-detail/gkv-ausgaben-die-werbedeals-der-krankenkassen/?tx_ttnews%5BsViewPointer%5D=1

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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