Ärzte Zeitung, 05.12.2012

DSO

Stiftungsrat strukturiert sich neu

Leichtathlet Hartwig Gauder ist neu im Stiftungsrat der Deutschen Stiftung Organtransplantation.

NEU-ISENBURG. Bei der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) gibt es einen Wechsel im Stiftungsrat. Neu im Aufsichtsgremium für die Stiftung ist Hartwig Gauder, Olympiasieger von 1980 über 50-Kilometer-Gehen, teilte die DSO der "Ärzte Zeitung" auf Anfrage mit.

"Herr Gauder ist als engagierter Vertreter für Patientenangelegenheiten bekannt", schreibt die DSO. Der Ex-Leichtathlet ist seit Jahren als Geschäftsführer für den Verein Sportler für Organspende tätig. Ende der 90er Jahre wurde Gauder ein Herz transplantiert.

Gauder wurde in den Stiftungsrat gewählt, weil vor Kurzem drei der zehn Mitglieder des Gremiums zurückgetreten waren: der stellvertretende Vorsitzende Klaus Wächter, Kurt Abram und Professor Klaus Ulsenheimer.

Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wurde Professor Christoph Fuchs gewählt, ehemaliger Hauptgeschäftsführer der Bundesärztekammer.

Wird Klusen berufen?

Wer die weiteren vakanten Positionen im Stiftungsrat besetzen wird, sei noch nicht klar, so die DSO. Darüber wird der Stiftungsrat in einer Sitzung am Mittwoch (5. Dezember) beraten.

Dem Deutschen Ärzteblatt zufolge sollen der Jurist Hans Lilie von der Universität Halle, der zugleich Vorsitzender der Ständigen Kommission Organtransplantation bei der Bundesärztekammer ist, und der ehemalige Vorstand der Techniker Krankenkasse Norbert Klusen in den Stiftungsrat berufen werden.

In letzter Zeit hatte es immer wieder Unstimmigkeiten in Zusammenhang mit der DSO gegeben. Unter anderem war der Organisation ein Mangel an Transparenz und den Vorständen ein Führungsstil nach Gutsherrenart vorgeworfen worden.

Daraufhin hatte der kaufmännische Vorstand seinen Posten geräumt. Für dem medizinischen Vorstand Günter Kirste sucht die DSO einen Nachfolger. Denn er soll zu Anfang Februar aus Altersgründen ausscheiden. (jvb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »