Ärzte Zeitung, 21.01.2015

Kommentar

Guter Lohn für gute Pflege

Von Anno Fricke

Die Altenpflege hatte lange unter einem angegriffenen Image zu leiden. Viel Arbeit, in einem ausgedünnten Kollegenkreis, und das auch noch bei nicht allzu guter Bezahlung, vor allem dann, wenn der Arbeitsplatz in den neuen Bundesländern liegt.

Das werden der seit Januar geltende Pflege-Mindestlohn sowie der allgemeine Mindestlohn nicht auf einen Schlag ändern können.

Veränderungen bei den Arbeitsbedingungen und Personalschlüsseln herbei zu führen, ist Sache der Tarifpartner. Die werden in den nächsten Tagen neues Futter für ihre Verhandlungen erhalten.

Dann will der Pflegebevollmächtigte der Regierung Karl-Josef Laumann Ergebnisse einer Umfrage unter Beschäftigten in der Altenpflege vorlegen.

Bislang bekannt ist, dass es hohe regionale Unterschiede in der Vergütung von Fachkräften gibt, und das nicht zu knapp. Diskussionsstoff wird auch der hohe Anteil an Teilzeitbeschäftigten bieten. Nur ein Drittel der Fachkräfte hat einen Vollzeitjob.

Zum Nulltarif ist eine Aufwertung der Altenpflege nicht zu haben. Aber: Die körperlich und seelisch anspruchsvolle Arbeit von Pflegenden verdient Wertschätzung, ausgedrückt auch durch höhere Summen auf den Gehaltszetteln. Und das ist dann auch fürs Image wieder gut.

Lesen Sie dazu auch:
Pflege: Mindestlohn macht es auch für die Pflegebedürftigen teuer

Topics
Schlagworte
Pflege (4514)
Personen
Karl-Josef Laumann (394)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »