Ärzte Zeitung, 25.07.2016

Ärztemangel

Es braucht dringend mehr Studienplätze

NEU-ISENBURG. Um dem Ärztemangel zu begegnen, hat der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), eine Aufstockung der Studienplätze in der Medizin gefordert. "Wir bilden heute in Deutschland rund 2000 Ärzte weniger aus als vor 20 Jahren, obwohl wir viel mehr Ärzte brauchen", sagte er der "Rheinischen Post". Dabei hat er vor allem die hausärztliche Versorgung im Blick. Die Hausärzte seien zentral für die Kostenentwicklung im Gesundheitssystem.

Zuspruch erhält er vom Marburger Bund: "Eine Reform ohne Ausweitung der Studienplatzkapazitäten kann kein Masterplan sein", sagt Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes. "Wir wissen doch jetzt schon, dass in zehn Jahren eine riesige Ruhestandswelle bei den Ärzten auf uns zukommt, wenn die stärksten Babyboomer-Jahrgänge in Rente gehen." Gleichzeitig müsse man dem Anspruch der jungen Ärzte, keine 50- oder 60-Stunden-Woche ableisten zu wollen, nachkommen. Laut Henke sind mindestens zehn Prozent mehr Studienplätze notwendig.

Dem Bundesvorsitzenden des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt reicht das nicht. Wichtig sei auch, dass die "Allgemeinmedizin verpflichtendes, mündliches Prüfungsfach im dritten Staatsexamen" werde. Weigeldt: "Dann kann das angestrebte Ziel, die Allgemeinmedizin im Studium zu stärken auch erreicht werden." (eb)

[26.07.2016, 11:02:47]
Dr. Henning Fischer 
rein mathematisch stimmt das: wenn der Feldherr im Krieg nicht mehr genügend Soldaten hat

werden mehr ausgebildet oder rekrutiert.

Und je mehr Studenten man hat, umso größer ist die Chance welche zu finden, die sich alles gefallen lassen.

Das wird schon funktionieren. Schon vor über 15 Jahren las man, es ist fünf vor oder fünf nach 12. Doch im Gesundheitswesen sind die Uhren stehengeblieben.
 zum Beitrag »
[26.07.2016, 08:57:18]
Frank Krimphove 
Ein Laumann steht im Walde...
Auch ein Herr Laumann sollte wissen, dass JÄHRLICH zwei- bis dreitausend in Deutschland ausgebildete Mediziner das Land verlassen. Die hauen einfach ab: nach England, Skandinavien, Frankreich, in die Schweiz oder in die USA. Während der vergangenen 10 Jahre haben mindestens 25.000 Ärzte Deutschland den Rücken gekehrt.

Woran liegt´s, Herr Laumann? Am Wetter? zum Beitrag »
[26.07.2016, 07:28:38]
Johannes Hupfer 
noch mehr Studenten ?
Lässt ein Autoreifen Luft, einfach regelmäßig an der Tankstelle nachfüllen.
So ein Blödsinn.... typische Denkweise der Politik. zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »