Ärzte Zeitung, 12.09.2016

Fehlzeiten-Report

Mehr Kultur des Lobens!

Von Anno Fricke

Unter welchen Umständen fühlen sich Mitarbeiter wohl, setzen sie möglichst viel der in ihnen schlummernden Kreativität frei und sind mit sich und ihren Arbeitgebern im Reinen?

Im Wettbewerb um die besten Köpfe haben diese Fragen für alle Unternehmen hohe Bedeutung gewonnen- auch für Arztpraxen, Krankenhäuser und Pflegeheime. Mitarbeiter sind die wichtigste Quelle der Wertschöpfung. Wer das verkennt, verliert, wie das Beispiel der Schlecker-Pleite gezeigt hat.

Um der Belegschaft etwas zu bieten, müssen Arbeitgeber nicht unbedingt in den anthroposophischen Instrumentenkasten greifen. Es muss also nicht unbedingt die Hängematte im in beruhigenden Farben gestrichenen Aufenthaltsraum sein. Nicht jede Abteilung braucht einen Kickertisch, um zum Team zu reifen.

Legt man die Kernaussagen des aktuellen Fehlzeiten-Reports der AOK zugrunde, dann entsteht das gute Betriebsklima viel eher aus anderen Zutaten: aus ergonomischen Arbeitsplätzen, aus Chancen zur Weiterbildung, aus Sinn und aus Transparenz der Geschäftsprozesse.

Um die Belegschaft gesund und leistungsbereit zu erhalten, ist die Wertschätzung jedes einzelnen Mitarbeiters wichtig. Ein Lob im Arbeitsalltag kann ungeahnte Energien frei setzen.

Lesen Sie dazu auch:

Fehlzeiten-Report 2016: Mieses Betriebsklima - kranke Mitarbeiter

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Ein Erklärbuch für Kinder

Dagmar Eiken-Lüchau hat eine Tochter mit Autismus-Störung. Um anderen Kindern das Thema zu erklären, hat die Mutter ein Buch geschrieben. mehr »