Ärzte Zeitung, 18.12.2009

Kassen wollen Geld von Ärzten

KÖLN (iss). Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) warnt vor Zahlungsaufforderungen an Ärzte durch die Arbeitsgruppe gegen Abrechnungsbetrug (argab). Der in Düsseldorf ansässige Zusammenschluss mehrerer Betriebskrankenkassen hat Ärzte aufgefordert, Honorar für nicht korrekt abgerechnete extrabudgetäre Leistungen wie Vorsorgeuntersuchungen zurückzuzahlen. Gleichzeitig stellte die Arbeitsgruppe den betroffenen Praxen eine Bearbeitungsgebühr von 25 Euro in Rechnung.

Darüber hat die KBV die Landes-KVen informiert. Auf das Problem aufmerksam gemacht hatte die KV Bayerns. In einem Schreiben fordert KV-Chef Dr. Axel Munte die argab auf, die Zahlungsaufforderungen für gegenstandslos zu erklären, "da eine Anspruchsgrundlage dafür aufgrund der gesetzlich geregelten Rechtsbeziehungen im Vertragsrecht nicht besteht".

Die anderen Kven sollten diesem Beispiel folgen, wenn ihnen vergleichbare Fälle bekannt werden, empfiehlt die KBV. Die KV Nordrhein hat ihre Mitglieder bereits darüber informiert, dass Zahlungsaufforderungen wie die von der argab unzulässig sind.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »