Ärzte Zeitung, 21.03.2012

Jobsharer deckelt gesamtes MVZ

KASSEL (mwo). Zumindest bis zur Einführung der lebenslangen Arztnummer Mitte 2008 mussten es Medizinische Versorgungszentren (MVZ) hinnehmen, dass ein einzelner Jobsharer-Arzt zu einer Deckelung der Umsatzzuwächse für das gesamte MVZ führt.

Das entschied am Mittwoch das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel.

 Der Vertragsarztsenat machte aber deutlich, dass er dies für unbefriedigend hält. Mit einem ungewöhnlichen "offenen Hinweis" forderten die Kasseler Richter daher den Gemeinsamen Bundesausschuss auf, für die Zukunft eine praktikable Lösung zu finden.

Konkret wies das BSG eine das Jahr 2006 betreffende Klage eines MVZ in Rothenburg ob der Tauber ab. Eine klare Zuordnung aller Leistungen zu den einzelnen Ärzten sei damals noch nicht möglich gewesen, der Eingriff in die Berufsfreiheit daher unvermeidbar.

Az.: B 6 KA 15/11 R

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromissvorschlag wieder zurückgezogen

Kaum verkündet, ist der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Die genauen Gründe sind unklar. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »