Ärzte Zeitung, 20.05.2015

GOÄ

"IGeL mit breiter Brust anbieten"

Neu-Isenburg. Hausärzte und Internisten müssen sich mit Selbstzahlerleistungen nicht verstecken, etwa wenn sie ein Gesundheitscoaching anbieten und damit zu einem gesundheitsbewussten Verhalten animieren wollen.

Sie könnten IGeL vielmehr "mit breiter Brust anbieten". Darauf hat der Internist und Sportmediziner Dr. Wolfgang Grebe beim Internistenkongress in Mannheim auf einer Veranstaltung zum Gesundheitscoaching hingewiesen.

Es gibt laut Grebe viele diagnostische Leistungen, die einen hohen prognostischen Wert für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Er führte unter anderem die Bioimpedanzmessung, die Messung der Pulswellengeschwindigkeit und die der Intima-Media-Dicke sowie die Messung des Knöchel-Arm-Index an.

Die Bioimpedanzanalyse könne beispielsweise nach GOÄ analog über die A 651 berechnet werden (Ruhe-EKG, bei 1,8-fachem Faktor 26,54 Euro). Die Pulswellengeschwindigkeit sei mit der GOÄ-Nr. 637 berechnungsfähig, ABI mit der Nr. 643.

Die Leistungen seien auf einer Liste aufgeführt, die von mehreren Landesärztekammern anerkannt seien, betonte Grebe. (ger)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »