Ärzte Zeitung, 19.05.2016

Verband

SpiFa begrüßt "Reset" in Sachen GOÄ-Novelle

BERLIN. Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) begrüßt die Ankündigung eines "Reset" bei der Erarbeitung der GOÄ-Novelle durch Dr. Klaus Reinhardt, den neuen Vorsitzenden des Gebührenordnungsausschusses der Bundesärztekammer. "Alles zurück auf Null, ist der richtige Weg, um zu einem vernünftigen Ergebnis zu kommen", äußerte sich Dr. Christian Albring, Vorstandsmitglied des SpiFa, in einer Mitteilung des Verbands.

Albring drängte erneut darauf, die "Fachkenntnis von Berufsverbänden und Fachgesellschaften zur Erarbeitung der Leistungslegenden und -bewertungen intensiv einzubeziehen".

Wichtig sei dabei, den Prozess zu professionalisieren, das heißt, die Leistungslegenden und -bewertungen sollten nach einheitlichen, vorher festzulegenden Vorgaben erstellt werden, so Albring weiter.

Er sei mit Reinhardt einer Meinung, zunächst ein rein ärztliches Modell zu erstellen, ohne Einbeziehung der Kostenträger.

Diese seien "durch die Politik als Gesprächspartner aufgedrängt" worden. Nach "dem durchaus schmerzlichen Prozess der Feststellung des Scheiterns der Verhandlungen" müsse "mit Blick auf die teilweise fehlerhaften und scheinbar politisch motivierten Berechnungen von McKinsey im Auftrage der Verhandlungsführer des PKV-Lagers" auch dort ein Umdenken stattfinden. (ger)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »