Ärzte Zeitung, 18.08.2016

Pflegebetrug

AOK Bayern fordert Zentralregister

MÜNCHEN. Die AOK Bayern fordert ein zentrales Register mit personenbezogenen Daten für Deutschland zur Bekämpfung von Pflegebetrug. Bisher könnten Betrüger einfach ein Bundesland weiterziehen und dort eine neue Zulassung beantragen, ohne dass die Kranken- und Pflegekassen über die kriminelle Karriere informiert würden, klagte Matthias Jena, Vorsitzender des Verwaltungsrats der AOK Bayern. "Datenschutz darf nicht als Täterschutz missbraucht werden", so Jena.

Die Experten der Landes-AOK bearbeiteten im Zeitraum 2014/15 5000 Fälle wegen Verdachts auf Fehlverhalten mit einem Gesamtschaden von 8,5 Millionen Euro. Rund 5,6 Millionen Euro habe die Kasse erfolgreich zurückgefordert. Seit 2004 habe die Fehlverhaltensstelle der AOK Bayern 60 Millionen Euro Schaden durch Betrug festgestellt, davon seien 40 Millionen Euro zurückgeholt worden. (ger)

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