Ärzte Zeitung, 16.09.2016

Kassenmedizin

Freie Ärzte fordern Kostenbeteiligung

Kassenpatienten sollen an den Kosten für überflüssige Arztbesuche beteiligt werden. Das fordert die Freie Ärzteschaft.

ESSEN. Um die steigende Inanspruchnahme von Notdiensten sowie überflüssige Arztbesuche zu reduzieren, plädiert die Freie Ärzteschaft (FÄ) für die Einführung einer Kostenbeteiligung für Kassenpatienten.

Dass Kostenbeteiligung die Zahl der Arztbesuche reduziere, habe in der Vergangenheit die Praxisgebühr gezeigt. "Im Unterschied zur Praxisgebühr müsste aber jede Form der Selbstbeteiligung nicht nur in den Arztpraxen und anderen ambulanten medizinischen Einrichtungen bezahlt werden, sondern auch dort bleiben.

Denn die Leistung erbringen die Ärzte und anderen medizinischen Fachkräfte, nicht die Krankenkassen", betonte FÄ-Vorsitzender Wieland Dietrich am Donnerstag in Essen. (maw)

[18.09.2016, 11:35:20]
Wolfgang Bensch 
Werden "Kosten" nicht durch Krankenkassenbeiträge gedeckt?
Es bedürfte wohl eher einer prinzipiellen Diskussion, was denn mit den monatlichen Krankenkassenbeiträgen passiert, die auf der monatlichen Gehaltsabrechnung als "Vorwegabzüge" schon mal in Vergessenheit geraten.
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[16.09.2016, 14:36:16]
Hans-W. Wozny 
Kostenbeteiligung
Der Forderung kann unbedingt zugestimmt werden.Die Krankenkarte erlaubt
den Pat.uneingeschränkten Zugang zu allen Institutionen.Ich habe Pat.erlebt,die drei verschiedene Ärzte derselben Fachgruppe am Tag frequentiert haben.Auf einer kommenden elektronischen Krankenkarte muss
jeder Besuch nachvollzogen werden können.Bei vermehrten Arztbesuchen,wie wir sie nur in Deutschland kennen,müsste dann der Pat.
bei jedem weiteren Besuch EUR 20.- entrichten.Die seinerzeitige Praxis-
gebühr war damals wegweisend und sollte aufgestockt wiedereingeführt
werden.Nur somit kann man überflüssige Arztbesuche begrenzen!
Dr.Hans-W.Wozny,FA f.Innere u.Allg.-Med. zum Beitrag »

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