Ärzte Zeitung, 30.03.2011

Witten/Herdecke lässt Hebammen promovieren

WITTEN/HERDECKE (eb). Hebammen können ab sofort an der Universität Witten/Herdecke ihren Doktortitel erwerben.

Möglich macht das nach Uniangaben eine jüngst getroffene Kooperationsvereinbarung mit der Fachhochschule Osnabrück zum Forschungsschwerpunkt "Versorgung während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett".

"Dass Hebammen nach einem Studium in Deutschland zu ihren eigenen Fragestellungen promovieren, ist eine notwendige und zugleich neue Entwicklung. Inhaltlich befassen sie sich mit Fragestellungen rund um Schwangerschaft, Geburt und frühe Elternphase, aber auch mit Fragen zur Organisation, wie etwa dem von Hebammen geleiteten Kreißsaal", sagt Professor Wilfried Schnepp, vom Lehrstuhl für familienorientierte und gemeindenahe Pflege.

Die Fachhochschule Osnabrück hat eine Forschungsförderung des Landes Niedersachsen erhalten, die auch eine Graduiertenförderung vorsieht. Die Betreuung der Hebammen nach dem ersten Studienabschluss bis zur Promotion übernimmt Schnepp.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »