Ärzte Zeitung online, 23.01.2014

Thüringen

Drei Todesfälle durch Ärztefehler

JENA. Mit großem Kopfschütteln reagiert die Thüringer Landesärztekammer auf den AOK-Bericht, der von 19.000 Todesfällen durch Behandlungsfehler spricht. Diese Zahl sei "abenteuerlich" und hänge letztlich davon ab, wie hoch man die Dunkelziffer ansetze, erklärte LÄK-Präsident Mathias Wesser.

Für Thüringen habe die Behandlungsfehlerstatistik der Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen im Jahr 2013 insgesamt - stationärer und ambulanter Bereich - lediglich 67 Behandlungsfehler festgestellt, davon drei mit Todesfolge.

Diese Zahlen betreffen allerdings nur das Hellfeld, also bei der Schlichtungsstelle gemeldete Fälle. "Jeder Fehler ist ein Fehler zu viel", so der Ärztekammerpräsident, "aber man muss diese Zahlen auch im Verhältnis zur Gesamtzahl der rund 18 Millionen Behandlungsfälle in Krankenhäusern in Deutschland sehen."

Die AOK betreibe Panikmache. "Aus Fehlern kann man lernen. Deshalb sind wir froh, dass sich in den vergangenen Jahren eine neue Fehlerkultur im Gesundheitswesen entwickelt hat." (rbü)

Topics
Schlagworte
Arzthaftung (336)
Thüringen (302)
Organisationen
AOK (6954)
Personen
Mathias Wesser (25)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »