Ärzte Zeitung, 28.05.2013

Kommentar zum Medizinstudium

Begeistert die jungen Ärzte!

Von REbecca Beerheide

Auswahlverfahren flexibilisieren, mehr ambulante Medizin in die Approbationsordnung und Förderung der Praxen, die weiterbilden: Die KBV hat in der Diskussion um die künftige Mediziner-Ausbildung ein Konzept vorgelegt, das deutlich mehr als eine Diskussionsgrundlage ist.

Die Erkenntnis, dass viele junge Ärzte in der ambulanten Versorgung nicht mehr ankommen, ist nicht neu. Die Ungeduld bei KBV-Vertretern wächst spätestens seit diesem Frühjahr: Nur noch rund elf Prozent der Weiterbildungsassistenten schließen mit dem Facharzttitel Allgemeinmedizin ab.

Während die Medizinfakultäten keine Verantwortung bei sich sehen, tritt die KBV mit klaren Forderungen auf - an die Bundesärztekammer, an die Universitäten, aber auch an Bundes- und Landespolitiker.

Die Eintrittskarte "1,0-Abitur" zum Studium muss überprüft werden. Unterschiedliche Kompetenzen auf Bundes- und Landesebene dürfen das Studium nicht weiter behindern.

Die angemahnten Reformen können aber eins nicht ersetzen: den enthusiastischen Professor, den mitreißenden Dozenten und den Mut machenden Weiterbilder, die den jungen Medizinern die Freude und Erfüllung am Beruf vermitteln. Nur dann werden sie den Weg in die ambulante Medizin finden.

Lesen Sie dazu auch:
Medizinstudium: KBV verlangt Ausbildungsreform

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »