Ärzte Zeitung, 11.05.2009

Deutschlands größter kommunaler Klinikkonzern weiter im Aufwärtstrend

Vivantes legt zum fünften Mal in Folge positive Bilanz vor / Vier neue MVZ in 2008

BERLIN (hom). Deutschlands größtes kommunales Krankenhausunternehmen - die Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH in Berlin - hat im vergangenen Jahr bei Umsatz und Patientenzahlen weiter zulegen können.

2008 habe der Konzern 742 Millionen Euro umgesetzt - 2,4 Millionen Euro mehr als im Vorjahr, teilte Joachim Bovelet, Vorsitzender der Geschäftsführung von Vivantes, auf einer Bilanzpressekonferenz des Unternehmens vergangenen Freitag in Berlin mit. In den medizinischen Einrichtungen von Vivantes seien 472 416 Patienten behandelt worden - 17 700 mehr als in 2007.

Kommunale Kliniken - so effizient wie private.

Damit werde in der Hauptstadt jeder dritte Patient von Ärzten und Pflegenden des Vivantes-Konzerns versorgt. Vivantes sei der "lebende Beweis", dass kommunale Kliniken genauso wirtschaftlich arbeiten wie private Krankenhäuser. "Voraussetzungen sind kurze Entscheidungswege und Prozessoptimierung." Vivantes werde weiter in neue Versorgungsangebote investieren, kündigte Bovelet an. So sei unter anderem ein Zentrum für Gewichtsreduktion im Norden der Stadt geplant. Zuletzt hatte der Konzern vier neue MVZ sowie ein Herzrhythmuszentrum und eine Psychiatrische Ambulanz gegründet.

Für Personal wendete Vivantes im vergangenen Jahr 509 Millionen Euro auf, 2007 waren es 504 Millionen Euro. Dabei ging die Zahl der Mitarbeiter weiter von 13 134 im Jahr 2007 auf 12 877 Beschäftigte zurück. Für 2010 rechnet die Geschäftsführung mit erneut steigenden Personalkosten, da zum 1. Januar 2009 zwei neue Tarifverträge in Kraft getreten seien: Für die 1500 Ärzte sieht der Tarifvertrag nach Angaben des Konzerns je nach Arztgruppe Lohnsteigerungen zwischen acht und 15 Prozent bei einer Arbeitszeit von bis zu 42 Stunden fest. Für die Angestellten gilt der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVÖD). Dessen Entgeltniveau werde stufenweise bis 2014 erreicht. Betriebsbedingte Kündigungen könnten bis 2016 ausgeschlossen werden, hieß es.

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