Ärzte Zeitung, 17.07.2009

Preise für die gelungene Integration von Rheumapatienten am Arbeitsplatz

Auszeichnung belohnt Engagement um dauerhafte Einbindung der Arbeitnehmer

BERLIN (gvg). Drei Rheumapatienten und deren Arbeitgeber sind mit dem in diesem Jahr erstmals verliehenen "RheumaPreis - Aktiv mit Rheuma am Arbeitsplatz" ausgezeichnet worden. Belohnt wird das Engagement um eine dauerhafte berufliche Einbindung von Rheumapatienten.

Zu den Initiatoren des mit je 3000 Euro dotierten Rheuma-Preises gehören unter anderem die Arbeitsgemeinschaft Regionaler Kooperativer Rheumazentren (AGRZ), der Verband Deutscher Betriebs- und Werkärzte (VDBW), die Rheuma-Liga und das pharmazeutische Unternehmen Abbott.

Die drei Preisträger Janine Wallasch (Nürnberg), Karin Schmitt (Niederaula) und Steffen Grandetzka (Berlin) arbeiten trotz schwerer rheumatischer Erkrankungen und werden von ihren Arbeitgebern nach Kräften unterstützt. So hat die Stadt Nürnberg spezielles Mobiliar angeschafft. Eine Berliner Hennes & Mauritz-Filiale hat sich um Schulungen gekümmert und die Arbeitsbedingungen verändert. Und die Autobahn-Raststätte Rimberg an der A5 hat eine der Preisträgerinnen sogar in die Betriebsleitung befördert.

"Nicht nur aus persönlichen und sozialen Gründen, auch aus volkswirtschaftlicher Sicht ist es unverzichtbar, Menschen mit chronischen Erkrankungen in der Arbeitswelt zu halten", sagte Ivor Parvanov vom Bundesverband der Deutschen Industrie. Jeder Arbeitgeber sei angehalten, bei erkrankten Mitarbeitern Bedingungen zu schaffen, die eine Weiterbeschäftigung ermöglichten. "Die meisten Barrieren existieren nicht am Arbeitsplatz, sondern im Kopf", ergänzte AGRZ-Sprecher und Jury-Vorsitzender Professor Matthias Schneider von der Universität Düsseldorf.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »