Ärzte Zeitung, 01.09.2011

Vollprivatisierung des Uniklinikums in Kiel ist vom Tisch

KIEL (di). Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) wird offenbar nicht komplett an private Investoren verkauft. "Eine Vollprivatisierung ist vom Tisch", sagte Frank Zabel gegenüber der "Ärzte Zeitung".

Der Pressesprecher der FDP-Fraktion begründete die Entscheidung damit, dass eine Vollprivatisierung frühestens 2015 möglich wäre.

"Darauf können wir nicht warten", sagte Zabel mit Blick auf die veralteten Gebäude. Stattdessen ist die FDP für das Asset-Modell des UKSH-Vorstands.

Dies sieht nur einen Verkauf von Immobilien vor, die von Investoren renoviert oder neu errichtet und anschließend vom UKSH gemietet werden.

Der Koalitionspartner CDU berät das Thema am sechsten September. In Kiel wird aber nicht mit einer Entscheidung gegen den Koalitionspartner gerechnet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Werden europäische Männer immer unfruchtbarer?

Männern haben immer weniger Spermien. Direkte Rückschlüsse auf Fruchtbarkeit erlaubt das nicht – es könnte aber nur die Spitze eines Eisbergs gesundheitlicher Probleme sein. mehr »

Psychotherapie soll künftig Unifach werden

Ein einheitliches Berufsbild, Studium an der Uni. Die Psychotherapeutenausbildung steht vor umwälzenden Veränderungen. Kritiker vermissen beim Entwurf aber Konkretes zum Thema Weiterbildung. mehr »

Ist die menschliche Entwicklung am Ende?

Über Hunderttausende von Jahren ist der Mensch zu dem geworden, was er heute ist. Und nun? Ein Grimme-Preisträger fragt sich, ob Unsterblichkeit erstrebenswert ist und wohin uns die Evolution führen wird - oder kann der Mensch sie austricksen? mehr »