Ärzte Zeitung, 14.12.2011

Gesundheitsforum zieht 6000 Menschen an

Das Gesundheitsforum im Einkaufszentrum in Kiel zieht nach einem Jahr eine positive Bilanz. Die Patienten sind mit den Veranstaltungen sehr zufrieden. Auch Ärzte profitieren davon.

KIEL (di). 6000 Menschen hat das Gesundheitsforum des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) im ersten Jahr seines Bestehens erreicht. Zum Jahrestag zog das Klinikum eine positive Bilanz.

Zu wenig Zeit - dies wird bei Gesprächen zwischen Ärzten und ihren Patienten immer wieder beklagt. Das UKSH hat daraus die Lehren gezogen und kommt zu den Menschen, um sie zu informieren. Vor einem Jahr eröffnete Schleswig-Holsteins größtes Klinikum das Gesundheitsforum im Einkaufszentrum CITTI-PARK in Kiel.

In rund 160 Vorträgen informierten über 70 Experten des UKSH, aber auch niedergelassene Ärzte in diesem Rahmen Patienten laienverständlich über medizinische Themen. Das UKSH wertet das Forum heute als "wichtiges Instrument der Patientenaufklärung und Information".

Zwischen Friseur und Eisdiele

Zum Start sorgte das Konzept bei manchen Experten durchaus für Stirnrunzeln - das Forum hat seinen Standort zwischen Mode- und Verbrauchermärkten, zwischen Friseur und Eisdiele. Der Andrang gibt der Idee, dort "Medizin zum Anfassen und Verstehen" zu bieten, Recht.

"Das Gesundheitsforum hat sich zu einem angstfreien Raum entwickelt, in dem es keine Tabus gibt und sich die Besucher verstanden fühlen", bilanziert das UKSH heute. Nach den Vorträgen kommt es meist zur offenen Diskussion und im Anschluss auch zu vertraulichen Gesprächen zwischen Betroffenen und Experten.

Auch Ärzte profitieren vom Gesundheitsforum

Die Zeit dafür haben die Ärzte eingeplant: "Das Mitteilen von persönliche Erfahrungen, Bedürfnissen oder auch Ängsten von Patienten ist ausdrücklich erbeten. In regelmäßigen Befragungen äußern sich über 90 Prozent der Besucher zufrieden mit der jeweiligen Veranstaltung und finden diese gut verständlich", hat der Anbieter herausgefunden.

Nach Ansicht von UKSH-Chef Professor Jens Scholz profitieren davon auch die Ärzte, weil sie in Sprechstunden auf gut vorbereitete Patienten treffen.

Neben der hohen Besucherfrequenz im Einkaufszentrum sorgen auch regelmäßige Ankündigungen und Berichte aus dem Forum für das hohe Interesse an den Medizinthemen in der Einkaufsmeile.

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