Ärzte Zeitung, 17.06.2013

Kommentar zum Zukunftsplan für Bremer Kliniken

Teurer Vertrauensverlust

Von Christian Beneker

Verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen ist schwer. Viele Gründe sind zusammen gekommen, dass die Holding "Gesundheit Nord" aus den vier ehemals kommunalen Bremer Kliniken finanziell schlecht dasteht. Wenn nichts geschieht, könnte die Geno bis 2017 250 Millionen Euro Schulden angehäuft haben.

Nun sind reihenweise Kliniken in den roten Zahlen, da macht die Geno keine Ausnahme. Aber in Bremen kam es ganz dicke: Hohe Personalkosten, ein millionenteurer Neubau mit wackeliger Finanzierung und nach Hygieneproblemen drei tote Frühchen im Geno-Haus Klinikum Mitte.

Viele Patienten haben dem Klinikum und den anderen Geno-Häusern deshalb den Rücken gekehrt. Die erneute Nachricht über die finanzielle Schieflage der Geno passt da ins Bild.

Man kann der neuen Geschäftsführung nicht vorwerfen, untätig zu sein. Aber gegen einen Vertrauensverlust anzuwirtschaften ist schwer. Ein Patentrezept, um das Vertrauen wieder herzustellen, gibt es nicht. Daran ändert auch der "Zukunftsplan 2017" mit seinen Vorschlägen zur Finanzierung nichts.

Wenn aber die Krise eines Tages überwunden sein wird, sollte man rückwirkend feststellen können: Es hat vor allem geklappt, weil transparent und vertrauenswürdig gearbeitet wurde.

Lesen Sie dazu auch:
"Gesundheit Nord": Ein Zukunftsplan für Kliniken in Bremen

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

"GOÄ-Novelle bis Ende 2017 ist sportliches Ziel"

Wann kommt die neue GOÄ? Im Interview mit der "Ärzte Zeitung" verrät GOÄ-Verhandlungsführer Dr. Reinhard genaueres. mehr »

"Harte Hand" schadet dem Schulerfolg

Den Lebenswandel eines Kindes kann ein sehr strenges Elternhaus negativ beeinflussen, belegt eine Studie. mehr »