Ärzte Zeitung online, 23.12.2015

Medizintechnik

Ultraschallspende für Uganda

Die medizintechnische Ausstattung in Uganda lässt zu wünschen übrig. Nun spendet ein Heidelberger Krankenhaus ein Ultraschallgerät für ein Health Centre.

HEIDELBERG/KYAMULIBWA/KAMPALA. Das SRH Kurpfalzkrankenhaus Heidelberg hat in Kooperation mit der "Projekthilfe Uganda e.V." ein Ultraschallgerät an das Health Centre St. Joseph in Kyamulibwa gespendet, um die Gesundheitsversorgung in der Region zu verbessern.

"Eine gezielte Behandlung ist nur nach einer genauen Diagnose möglich. Dafür ist ein Ultraschallgerät von großer Bedeutung", erläutert Dr. Philipp Ehlermann, Chefarzt der Inneren Medizin am SRH Kurpfalzkrankenhaus Heidelberg.

Oftmals fehle es in Uganda sogar an den einfachsten Dingen. Daher stelle die SRH Klinik ebenso Nierenschalen, Scheren und Verbandmaterial zur Verfügung.

Das St. Joseph Health Centre in Kyamulibwa behandelt laut SRH vor allem Patienten mit Malaria, Infektionskrankheiten, Brüchen sowie gynäkologischen Indikationen. Zwei Ärzte, davon einer in Teilzeit sowie 40 Krankenhaus-Mitarbeiter in Pflege und Verwaltung arbeiteten in dem Gesundheitszentrum.

"Gesundheitsversorgung in Uganda bleibt rudimentär"

"Mit der Spende können wir vielen Menschen helfen, die sonst an Krankheiten sterben müssten, die bei uns ein Routine-Eingriff wären", hebt Christel Henecka von der Projekthilfe Uganda hervor.

"Die Gesundheitsversorgung in Uganda bleibt rudimentär", schätzte auch die deutsche Außenhandelsagentur Germany Trade & Invest (gtai) im Sommer in einer Marktanalyse des afrikanischen Landes. Dabei gelte das staatliche Gesundheitswesen aber immerhin als besser organisiert als das des Nachbarn Kenia, während der private Gesundheitssektor dem des Nachbarn nicht das Wasser reichen könne.

Wer Geld habe und reisefähig sei, fliege zur medizinischen Behandlung lieber nach Südafrika, die Vereinigten Arabischen emirate, Indien oder Thailand.

"Der Aufbau einer sich selbst tragenden und landesweiten Gesundheitsversorgung ist angesichts der geringen Durchschnittsverdienste eine Illusion", schreibt die gtai.

Uganda bleibe deshalb unverändert auf großzügige Hilfe internationaler Organisationen und Kirchen angewiesen. Deutschland lieferte laut gtai 2014 lediglich für 2,8 Millionen US-Dollar medizinische Geräte und orthopädische Vorrichtungen nach Uganda, im Vergleich zu 3,5 Millionen US-Dollar im Vorjahr. (maw)

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