Ärzte Zeitung, 22.11.2010

Kommentar

Eine Branche in Topform

Von Hauke Gerlof

Im vergangenen Jahr war die Medizintechnik-Branche in der tiefen Wirtschaftskrise ein stabilisierender Faktor - auch, aber nicht nur dank staatlicher Konjunkturprogramme. 2010 läuft der Wachstumsmotor wieder, vor allem im Export. Die Branche zeigte sich bei der Medizinmesse Medica in Topform.

Das schlägt sich jetzt auch in einer gestiegenen Wertschätzung der Gesundheitswirtschaft durch die Bundesregierung nieder. Es war kein Zufall, dass Angela Merkel als erste Bundeskanzlerin bei der Medica vorbeischaute und die Bedeutung der Branche und ihrer Innovationen für das Wachstum hervorhob.

Ob dieser Wandel in der Wertschätzung für die Gesundheitswirtschaft am Ende auch niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern politisch zugute kommen wird, ist allerdings fraglich. Sie profitieren auf andere Weise von Innovationen: Neue Verfahren eröffnen neue Möglichkeiten der Behandlung, oft auch im Selbstzahlerbereich. Verbesserte Prozesse wie bei der Online-Abrechnung helfen, die Kosten zu senken. Wer sich frühzeitig über neue Verfahren informiert und sie, falls sie sich bewähren, auch einsetzt, hat im Wettbewerb auf jeden Fall die Nase vorne.

Lesen Sie dazu auch:
Die Medica bleibt auf Wachstumskurs

Alle Artikel zur Medica 2010 finden Sie auf unserer Sonderseite

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Diabetes-Risiken sind alarmierend häufig

Mehr als 21.000 Passanten in Einkaufszentren haben in den vergangenen zehn Jahren bei der Aktion "Gesünder unter 7" ihr Diabetes-Risiko abklären lassen. Die Ergebnisse sind dramatisch. mehr »

"Man schafft viel"

Anja Junker ist "Ärztin ohne Grenzen": Vier Einsätze in Afrika und Südamerika hat die 43-Jährige für die Organisation absolviert. Manche brachten sie an die Grenze der Erschöpfung. mehr »

Lösung für Hygienemuffel

Ärzte in Kliniken sind anscheinend oft größere Hygienemuffel als ihre Patienten. Denn sie desinfizieren sich seltener die Hände – gerade in sensiblen Bereichen. mehr »