Ärzte Zeitung, 09.02.2012

Arztpraxen erhalten gute Schulnoten von Patienten

HAMBURG (di). Mit gut oder sehr gut benoten 80 Prozent der Patienten in Deutschland ihre Ärzte. Die Werte ermittelte die Stiftung Gesundheit nach einer Analyse der Bewertungen in ihrem Empfehlungspool. Die zu drei Viertel weiblichen Teilnehmer vergaben die Note auf die Frage: "Würden Sie die Praxis weiterempfehlen?"

Arztpraxen erhalten gute Schulnoten von Patienten

Die meisten Patienten finden ihre Ärzte Spitze.

© N-Media-Images / fotolia.com

Männer vergaben nach Angaben der Stiftung tendenziell bessere Noten: Rund 68 Prozent benoteten ihre Praxis mit Eins, 19 Prozent mit Zwei. Die Schulnote Sechs vergaben unter drei Prozent der männlichen Nutzer.

Privatversicherte waren im Verhältnis zur Bevölkerung bei den Teilnehmern überrepräsentiert (rund 20 Prozent), während der Gesamtanteil der Privatversicherten in Deutschland rund 10 Prozent beträgt.

Rund drei Viertel der Teilnehmer machten von der Möglichkeit Gebrauch, ihre Bewertungen im Freitextfeld zu kommentieren.

Stiftung Gesundheit gibt es seit 2008

"Die Freitext-Kommentare sind für Nutzer sehr aufschlussreich. Sie wollen schließlich wissen, ob es die gute Note gab, weil zum Beispiel die Praxis schön eingerichtet ist oder weil sich der Arzt viel Zeit genommen hat", sagte Dr. Peter Müller, Vorstand der Stiftung Gesundheit.

Den Empfehlungspool hat die Stiftung Gesundheit im Jahr 2008 gegründet. Teilnehmende Krankenversicherer und Gesundheitsportale nutzen die Arztbewertungen ihrer User gemeinsam.

Zum Empfehlungspool gehören unter anderem der vdek-Arztlotse des Verbands der Ersatzkassen, die DAK Gesundheit, die KKH-Allianz, der BKK Bundesverband sowie die Portale Onmeda.de, Netdoktor.de, Topmedic.de sowie die Arzt-Auskunft der Stiftung Gesundheit.

Topics
Schlagworte
Praxisführung (14741)
Organisationen
BKK (2105)
DAK (1498)
Personen
Peter Müller (68)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »