Ärzte Zeitung, 07.07.2008

Pflegedienst muss für Arzneigabe bezahlt werden

NEU-ISENBURG (sed). Krankenkassen müssen Pflegedienste bezahlen, wenn sie einer Bewohnerin in einer Dementen-WG täglich Medikamente verabreichen. Das ist das Fazit, das sich aus einem Sozialgerichtsverfahren ziehen lässt.

Eine Berliner Krankenkasse hatte sich geweigert, dem Pflegedienst das entsprechende Honorar zu bezahlen. Die Begründung: Bei einer Wohngemeinschaft von Dementen handele es sich um einen Haushalt im sozialversicherungsrechtlichen Sinne.

In dem Haushalt seien ständig Personen anwesend, die die Medikamentengabe übernehmen könnten. Eine gesonderte Honorierung des Pflegedienstes sei nicht erforderlich, da in einer solchen WG ständig ein Mitarbeiter des Pflegedienstes anwesend sei.

Die Kasse argumentierte, im Interesse der Kostenersparnis sei unter dem sozialrechtlichen Begriff des Haushalts auch eine Dementen-WG mit ständig anwesendem Pflegepersonal zu fassen. Die klagende Bewohnerin war schließlich erfolgreich, die Krankenkasse erkannte ihre Zahlungspflicht an.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »

"Harte Hand" schadet dem Schulerfolg

Den Lebenswandel eines Kindes kann ein sehr strenges Elternhaus negativ beeinflussen, belegt eine Studie. mehr »