Ärzte Zeitung, 13.03.2011

Betriebsräten steht Schulung in Muttersprache zu

BERLIN (dpa/maw). Ein Urteil, das auch Kliniken treffen könnte: Betriebsräten ist es nach Ansicht des Arbeitsgerichtes Berlin nicht zuzumuten, ihr Amt nur bei ausreichenden Deutschkenntnissen auszuüben. Die Richter sehen Firmen in einem noch nicht rechtskräftigen Beschluss in der Pflicht, Betriebsräten ohne gute Deutschkenntnisse Extra-Schulungen in ihrer Muttersprache zu bezahlen. Voraussetzung sei jedoch, dass der Kurs für die Betriebsratsarbeit notwendig ist.

Konkret ging es um zwei US-amerikanische Betriebsräte in einem deutschen Unternehmen. Der Betriebsrat hatte die beiden zu einer dreitägigen Schulung geschickt, auf der in englischer Sprache Grundkenntnisse des deutschen Arbeits- und Betriebsverfassungsrechts vermittelt wurden. Der Arbeitgeber wollte die Kosten nicht tragen.   

Az.: 24 BV 15046/10

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »