Ärzte Zeitung, 12.07.2011

Kauf geplatzt? Makler behält Provisionsanspruch

KOBLENZ (dpa). Ein Makler behält auch dann den Anspruch auf seine Provision, wenn der geplante Kauf eines Grundstücks wegen Querelen zwischen Verkäufer und Käufer kurzfristig platzt. Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz in einem am Montag bekanntgewordenen Beschluss.

Der Makler habe mit den Risiken, die sich aus der Abwicklung des Kaufvertrages ergeben, nichts zu tun. Dies sei alleine Sache von Verkäufer und Käufer, erklärten die Richter die Entscheidung. Das Gericht gab mit seinem Beschluss einem Grundstücksmakler Recht.

Der Kläger hatte den Kauf eines Grundstücks vermittelt. Später kam es zwischen Verkäufer und Käufer zu Abwicklungsschwierigkeiten, die schließlich in der einvernehmlichen Aufhebung des Vertrages mündeten. Danach weigerte sich der Verkäufer, dem Makler seine Provision zu zahlen.

Der Anspruch auf die Vermittlungsgebühr wäre laut OLG-Entscheidung nur dann erloschen, wenn im Maklervertrag ausdrücklich gestanden hätte, dass Abwicklungsschwierigkeiten des vermittelten Geschäfts auch Einfluss auf die Maklerprovision haben sollten. Das sei jedoch nicht der Fall gewesen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »