Ärzte Zeitung, 08.05.2008

KOMMENTAR

Innovationen mit Potenzial

Von Antonia von Alten

Im Großen und Ganzen geht es den Unternehmen der deutschen Medizintechnik-Branche gut: Die Umsätze und die Gewinne steigen, viele Firmen sind in ihrem Segment weltweit Marktführer und Innovationstreiber.

Nicht gut zu sprechen ist die Branche aber nach wie vor auf das deutsche Gesundheitssystem. Vor allem die Zulassungsverfahren für neue Produkte und Therapien dauern viel zu lang, so der Vorwurf. Obwohl die MedTech-Branche 2007 im Inland ein Wachstum von 8,4 Prozent verbuchen konnte, ist von Stagnation die Rede und davon, dass künftig nur noch im Auslandsgeschäft Wachstumspotenzial steckt.

Diese Kritik verwundert, denn die deutschen Unternehmen erwirtschaften immer noch fast ein Drittel ihres Umsatzes im Inland - obwohl der MedTech-Markt ein weltweiter ist. Schließlich hat die Branche eine treue Verbündete, die demografische Entwicklung. Die Nachfrage nach medizintechnischen Leistungen steigt damit fast zwangsläufig.

Dazu kommt, dass es an deutschen Kliniken einen Investitionsstau gibt, der auf bis zu 50 Milliarden Euro beziffert wird. Krankenhäuser, die investieren, sind der Erfahrung nach auch wirtschaftlich erfolgreich.

Neben der Suche nach neuen Kunden in Asien tut die MedTech-Branche also gut daran, auch in Deutschland am Ball zu bleiben. Schließlich dienen Investitionen in neue Medizintechnik nicht nur den Patienten, sondern können langfristig auch zu Einsparungen führen.

Lesen Sie dazu auch:

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »