Ärzte Zeitung, 15.09.2008

Sparkassen sperren Bankomaten für einige Fremdkunden

FRANKFURT/BERLIN (dpa). Rund 50 Sparkassen haben ihre Geldautomaten für Kunden einiger Internet-Banken und der Citibank gesperrt. Die Kontoinhaber können mit ihrer Visa-Karte dort derzeit kein Bargeld mehr abheben.

Hintergrund ist ein Konflikt um die Kosten des Geldautomaten-Netzes in Deutschland. Vier betroffene Kreditinstitute wollen sich gegen die Aussperrung wehren. Die ING-Diba teilte am Freitag in Frankfurt am Main mit, es bestehe der Verdacht, dass unter den Sparkassen eine Absprache getroffen worden sei, die gegen das Kartellrecht verstoße. Gemeinsam mit der Citibank, der Santander Consumer Bank und der Volkswagen Bank habe man die Sparkassen zu Gesprächen über eine Lösung im Sinne der Kunden aufgefordert.

Wenn es nicht zu einer Einigung komme, wollten die vier Banken gerichtlich gegen die Sparkassen vorgehen, kündigte die ING-Diba an. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband bestätigte, dass mehrere Sparkassen derzeit die Visa-Karten einiger Banken nicht akzeptierten, und zeigte dafür Verständnis.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Ärzte können künftig Medizinalhanf verordnen

Nach jahrelanger Debatte regelt das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu. Krankenkassen müssen künftig die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »