Ärzte Zeitung, 13.05.2009

GE Healthcare will Kliniken beim Energiesparen helfen

Vision der "grünen Krankenhäuser" / Technologiekonzern verdoppelt Ausgaben für Forschung und Entwicklung

MÜNCHEN (sto). Der amerikanische Technologiekonzern GE (General Electric Company) will in den kommenden sechs Jahren seine Ausgaben für Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die der medizinischen Versorgung zugute kommen, auf drei Milliarden US-Dollar mehr als verdoppeln.

GE Healthcare will Kliniken beim Energiesparen helfen

Will Strom- und Wasserverbrauch senken: Dr. Rolf Lucas von GE Healthcare.

Foto: GE Healthcare

Im Rahmen der GE-Unternehmensinitiative "healthymagination" sollen darüber hinaus zwei Milliarden US-Dollar für die Finanzierung von IT-Infrastrukturen im Gesundheitswesen bereitgestellt werden, erklärte Georg Knoth, GE-Vorstand für Deutschland, Österreich und die Schweiz, vor der Presse im europäischen Forschungszentrum von GE in Garching bei München. Ziel der Initiative sei die Entwicklung von High-Tech-Produkten zu erschwinglichen Preisen. Dadurch soll auch in den unterversorgten Regionen der Welt der Zugang zu Gesundheitsleistungen verbessert werden.

In Deutschland setze das Unternehmen ebenso auf Innovationen und Kooperationen, sagte Dr. Rolf Lucas, seit Anfang April Vorstandsvorsitzender von GE Healthcare Deutschland. Einer der Schwerpunkte soll dabei auf den Kliniken liegen. Krankenhäuser seien sehr energieintensiveUnternehmen, und es bestehe dort noch ein erhebliches Einsparpotenzial, erläuterte Lucas die Vision von "grünen Krankenhäusern".

Aber auch bei medizintechnischen Produkten gebe es noch Möglichkeiten, den Verbrauch von Strom und Wasser zu reduzieren und die Emission von CO2 mit Hilfe neuer Geräte zu verringern, so Lucas. So könne etwa durch den Umstieg auf digitales Röntgen der Energieverbrauch um 78 Prozent reduziert werden.

In Deutschland ist der Geschäftsbereich GE Healthcare bundesweit mit etwa 1900 Mitarbeitern an insgesamt zwölf Standorten vertreten. "Wir können umfassende Lösungen von der medizinischen Bildgebung über Life Sciences bis zur medizinischen Diagnostik liefern", sagte Dr. Rolf Lucas. Darüber hinaus wolle sich GE Healthcare stärker für die Früherkennung von Krankheiten engagieren.

Der Geschäftsbereich GE Healthcare hat im vergangenen Jahr weltweit einen Umsatz von 17 Milliarden US-Dollar (etwa 12,4 Milliarden Euro) erwirtschaftet. Der Hauptgeschäftssitz von GE Healthcare ist in Chalfont St. Giles in Großbritannien.

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