Ärzte Zeitung, 25.07.2014

Urlaub

Mit diesen Apps sind Ärzte gut unterwegs

In den nächsten Wochen bricht in vielen Praxen wieder das Reisefieber aus. Beim Kofferpacken lohnt es sich, auch Smartphone oder Tablet-PC urlaubsfit zu machen - mit der richtigen App-Auswahl.

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Alles eingepackt? Nicht nur die eine oder andere Gesundheits-App sollte mit auf Reisen gehen.

© Maksim Kabakou / fotolia.com

NEU-ISENBURG. Auf die Vorteile von Smartphone und Tablet-PC - nämlich jederzeit und schnell an Informationen heranzukommen - will kaum ein Nutzer mehr verzichten, auch nicht im Urlaub. Doch einmal abgesehen von der Frage, ob es auf Reisen die nötige Netz-Anbindung gibt, kommt es genauso darauf an, sinnvolle Apps im Gepäck zu haben.

Wer mit dem Flieger unterwegs ist, sollte sich mit der App seines Fluganbieters ausrüsten, denn so behält man Verspätungen und Flugänderungen besser im Blick. Die Apps sind in der Regel kostenfrei.

Die neue Version der App der "Ärzte Zeitung" fühlt sich fast an wie eine Zeitung. Greifen Sie fünf Mal in der Woche zur digitalen Ausgabe und blättern Sie sich per Fingertipp von Beitrag zu Beitrag! Informieren Sie sich auch im Urlaub täglich über Neuigkeiten aus dem Gesundheitswesen - kostenlos für Ärzte, auf dem iPad und Android-Tablet.

Mit dem "WiFi Finder" von JiWire, den es im Apple - und GooglePlay-Store gratis gibt, lässt sich mit wenigen Fingertipps der nächste Ort ermitteln, an dem eine kostenfreie oder kostenpflichtige WiFi-Anbindung möglich ist.

Über die GPS-Funktion findet die App einen WiFi-Hotspot in der Nähe. Nutzer können sich dabei noch vor der Reise alle WiFi-Orte, die die Netz-Anbieter JiWire gemeldet haben, herunterladen und so auch offline auf die Infos zugreifen.

Steht die Verbindung, ist es möglich, sich vor Ort über das Sonnenbrand-Risiko zu informieren. Sehr gute Tipps gibt die UV-Check App des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen (BVDD). Der UV-Check, den der BVDD gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt entwickelt hat, bedient sich eines speziellen Algorithmus, um die UV-Strahlungsflussdichte zu berechnen.

Anhand dieses Wertes sowie weiteren Umgebungsfaktoren und dem Hauttyp des Nutzers wird die individuelle UV-Eigenschutzzeit ermittelt. Die App gibt aber auch Tipps, wie sich die tägliche UV-Strahlendosis verringern lässt. Das Programm ist kostenfrei und über iPhone und Android-Geräte nutzbar.

Aber auch die "AOK Sun&Air"-App hilft, das Sonnenbrandrisiko möglichst gering zu halten. Die App, die ebenfalls auf Apple- und Android-Geräten läuft, gibt den Ozonwert am Aufenthaltsort an und erinnert über einen Timer, wann man besser den Schatten aufsuchen sollte.

Doch schon bevor es in den Flieger geht, sollte man sich reisemedizinisch informieren. Mit dem Smartphone-Programm "Fit for Travel" (gratis für iPhone und Android-Geräte) lassen sich die Impfempfehlungen und Krankheitswarnungen für über 300 Reiseziele einsehen. Bei jedem Starten der App werden die Infos - sofern eine Online-Anbindung besteht - aktualisiert.

Außerdem zeichnet sich eine Tropenmedizinerin verantwortlich für die redaktionellen Infos. Die App bietet zudem Anschrift, Telefonnummer und Öffnungszeiten der deutschen Botschaft in den verschiedenen Ländern.

Damit man sich in fremden Städten nicht verläuft, sollte man sich vorab die App "City Maps 2Go" im Apple- oder GooglePlay-Store herunterladen. Das kostenfreie Programm verwendet Kartendaten von OpenStreetMap und bietet dadurch detaillierte Offline-Karten von den meisten Regionen und Städten.

Dabei lassen sich über die App auch Restaurants, Geschäfte, Hotels und Sehenswürdigkeit suchen. Und der Nutzer kann eine Liste mit Orten erstellen, die er besuchen will.

Ist die nächste Taxifahrt noch im Budget? Mit der App "Taxi-Rechner" können sich iPhone- und Android-Nutzer ziemlich genau die Fahrtkosten berechnen lassen. Die App ist ebenfalls kostenfrei und berechnet die Tarife in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien und den USA.

Weil Kredit- oder EC-Karte auf Reisen schon einmal Schwierigkeiten machen können. Oder Bekannte vielleicht doch noch auf eine dringende Rechnung im Briefkasten hinweisen, lohnt es sich zudem, sich mit der App der eigenen Hausbank auszustatten. Auch diese wird in der Regel kostenfrei sein und erlaubt zumeist das Online-Banking. (reh)

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