Ärzte Zeitung, 15.11.2007

Embryozellen erstmals bei Affen geklont

BEAVERTON (ple). US-Forschern ist erstmals bei Primaten gelungen, was bei Mäusen schon Routine ist: embryonale Stammzellen durch Klonen zu erzeugen. Damit sind die Forscher dem Klonen humaner Zellen für therapeutische Zwecke einen großen Schritt nähergekommen.

Den Erfolg können die Forscher um Dr. Shoukhrat M. Mitalipov aus Beaverton in Oregon durch eine verbesserte Klontechnik für sich verbuchen. Wie sie gestern in "Nature" vorab online berichteten, verwendeten sie für das Klonen ausdifferenzierte Haut-Fibroblasten von Rhesusaffen.

Die Wissenschaftler entnahmen den Fibroblasten den Zellkern und übertrugen jeweils einen in das Zytoplasma einer zuvor entkernten Eizelle eines Rhesusaffen und stießen die Embryonalentwicklung an. Aus wenige Tage alten Blastozysten isolierten die Forscher schließlich embryonale Stammzellen. Von mehr als 300 Blastozysten konnten die Wissenschaftler schließlich zwei Stammzell-Linien gewinnen. Der Klonerfolg gelang, weil eine neue Klontechnik angewandt wurde.

Topics
Schlagworte
Gentechnik (2094)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »